bergakademie freiberg

tu freiberg masterplan analyse

Bei der Studie für die Technische Universität Bergakademie Freiberg sollten die folgenden Fragen berücksichtigt werden:

Welche Maßnahmen eignen sich, um die Außenwirkung und Identität der Technischen Universität Bergakademie Freiberg zu definieren und zu stärken?

Unter welchen stadträumlichen Voraussetzungen ist ein „Weiterwachsen“ der TU Freiberg unter Beibehaltung der derzeitigen Ausbildungsqualitäten möglich?

Wie kann ein räumliches und funktionales Zusammenwachsen von TU und Stadt gelingen?

Welche Zukunftsszenarien eignen sich für das Wachsen der TU Freiberg im Zusammenhang mit der Stadt?

Welche Auswirkungen und Konsequenzen kann und wird die beantragte Aufnahme in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes für die Stadtentwicklung und speziell für die Entwicklung der TU Freiberg mit sich bringen?

Welche Möglichkeiten ergeben sich hierdurch insbesondere in Bezug zum Tourismus und folglich auch zur TU Freiberg?

Welche Maßnahmen sind geeignet, um das studentische Leben mit dem der Freiberger zu vereinen?

Wesentliches Ergebnis der Analyse und der folgenden Szenarien ist die bauliche und funktionale Zusammenführung der TU Freiberg und der Stadt Freiberg. Die wichtigsten hierfür erforderlichen Parameter und Maßnahmen sind:

  • das Auflösen der räumlichen Barriere zwischen Altstadt und Campus durch das Aufbrechen der Stadtmauer im Bereich der Schnittstelle
  • Umwidmung der Meißner Straße in eine verkehrsberuhigte Zone mit Lkw-Verbot und Geschwindigkeitsbeschränkung
  • Schaffen einer Gemeinschaftsfläche auf beiden Seiten der Stadtmauer
  • die Implantation von Instituten und studentischen Einrichtungen in die Freiberger Innenstadt, wie z. B. die Nutzung des Kornhauses durch die TU Freiberg
  • das Einrichten von Wohnkommunen in der Freiberger Innenstadt, um das studentische Leben in die Stadt zu verlagern
  • Freizeitflächen an den Teichen und innerstädtische Sportangebote unter Einbeziehung der Kampfbahn und der Sporthalle Fokussierung des Campus
  • Umleitung der B 101
  • Planung und Umsetzung eines Entrees für das neue Aulagebäude am Rammler Bau
  • der Universitätsneubau als Wahrzeichen über die Stadtgrenzen hinaus
  • klare räumliche Definition des Campusgeländes, Aufenthaltsqualitäten durch ausgeprägte Parkanlage und kleine Plätze, Tor zum Campus
  • Wissenschafts- und Historienpfad

 Das wesentliche, entwurfsbestimmende Element ist die neue Hauptachse zwischen dem Clemens-Winkler-Bau und dem Neubau des Hörsaalgebäudes. An den Endpunkten und Plätzen entlang dieser Achse werden signifikante Landmarken positioniert. Die neuen Baukörper folgen der Topographie des Ortes. Zwischen den vier Gebäudeteilen lässt ein Wechsel aus Weite und Dichte abwechslungsreiche Räume entstehen. Kreuzungspunkt und Schnittstelle aus den vier Gebäudeteilen, der Hauptachse und der Verbindung zwischen Mensa und Altstadt ist das Herz des Campus – das neue Aulagebäude. Die Freifläche zwischen der Mensa, dem zukünftigen Rechenzentrum und dem Hörsaalgebäude soll die Funktion der Begegnungsstätte des Campus übernehmen. Das Ende der Hauptachse mündet in der Wasserfläche im Park.

 Eine weitere visuelle und erlebbare Verbindung zwischen Altstadt und Campus wird im Bereich der Stadtmauer als Verlängerung der kreuzenden Achse geschaffen. Die Stadtmauer wird an mehreren Stellen durchbrochen und stärkt somit die bislang schwache Verbindung zwischen Campus und Altstadt. Generell soll die Qualität vorhandener Gebäude und Freiflächen gestärkt werden.

aufgabe der analyse zum neuen campus der technischen universität bergakademie freiberg war eine stärkere räumliche sowie funktionale vernetzung und verzahnung zwischen der tu und der altstadt von freiberg zu schaffen.

 

denn die stadt hat sehnsucht nach wissenschaft - wissenschaft wünscht sich stadt.

 

es entsteht ein konzept, dass arbeiten, wohnen, lernen, forschen, studieren und leben vernetzten soll.

als gelenkt dient ein neues kommunikationszentrum mit aula, bibliothek, mediathek, kunst, hörsaalzentrum und kinderland am wasser.

räumliche barrieren werden aufgelöst, verkehrsberuhigte zonen geschaffen und gemeinschaftsflächen entlang der stadtmauer vorgesehen. diese wird an mehreren stellen gebrochen und eine entwurfsbestimmende hauptachse mit einem signifikanten landmark an ihrem ende geschaffen. ein neubau, der mit dem wechsel aus weite und dichte interessante räume entstehen lässt.

 

Titel: Bergakademie Freiberg

Art des Projektes: städtebaulicher Masterplan der Technischen Universität Bergakademie Freiberg

Nutzung: Verbindung des Campus der Bergakademie Freiberg mit der Freiberger Innenstadt durch verschiedenste Eingriffe

Raumprogramm: verkehrsberuhigte Zonen, Aufbrechen der alten Stadtmauer, Gemeinschaftsflächen, Erholungsflächen, Parkanlagen und kleine Plätze, studentische Wohneinheiten in der Innenstadt, Wissenschafts- und Historienpfad

Leistungen: Analyse, Konzept, Studie

Jahr: 2010

Projektbeteiligte: die kollegen (Architekt Mario Hein BDA), ERFURTH.PROJEKTDESIGN (Prof. Dr. sc. techn. Reinhard Erfurth), Schott und Mann Architekten (mitwirkende Architekten Tilo Mann und Kai Schott)