saale klinik halle

saale klinik halle, foto des modells

Neubau Saale-Klinik in Halle (Saale):

Geplant ist die Errichtung eines Klinikgebäudes mit Praxen für mindestens neun verschiedene Fachdisziplinen und einem operativen Zentrum mit Kurzzeitklinik in Halle an der Saale.

Die Schaffung eines neuen architektonischen, technologischen und wirtschaftlichen Rahmens gestattet dem „Unternehmen Arztpraxis“ eine bessere Vernetzung vorhandener Angebote und eine grundlegende Verknüpfung ambulanter und stationärer Leistungsbereiche. Ergänzt mit medizinnahem Service und fachübergreifenden Anbietern von Gesundheitsdienstleistungen wird die Klinik ein komplexes medizinisches Angebot unter einem Dach darstellen können.

 

Individualität innerhalb des Gesamtkonzeptes:

Die Klinik wird in Abhängigkeit vom zu beplanenden Grundstück im Zentrum der Stadt Halle als mehrgeschossiger Bau errichtet.

Die Grundkonzeption der Klinik basiert auf einem System innerer Straßen wie in einer kleinen Stadt. Der Patient betritt das Gebäude über ein großes Foyer mit einem Empfangs- und Wartebereich, der Gemeinschaftsrezeption und einem Informationszentrum. Direkt angrenzend am Foyer werden eine Cafeteria, eine Apotheke und eine Sanitätshaus platziert. Die Haupterschließung des Gebäudes wird vom Foyer aus erfolgen.

Die Flure zu den Praxen werden als kleine Straßen mit angrenzenden Häusern gestaltet. Um die Individualität innerhalb der Klinik zu betonen und den Patienten eine gute Orientierung zu ermöglichen, erhält jede „Straße“ ihre eigene Gestaltung. Die eingestellten „Haus-Boxen“ der Praxisräume bilden differenzierte Vor- und Rücksprünge und gestatten so eine individuelle Gestaltung mit Formen und verschiedenen Materialien wie Holz, geätztem Glas und farbigen Anstrichen. Die Länge der Flure wird durch ein belebtes Gesamtbild mit Versätzen optisch verkürzt. Zur Versorgung der Erschließungsgänge mit Tageslicht werden die Praxisboxen untereinander versetzt und die Wartebereiche dazwischen angeordnet.

Das Bewusstsein über die Ursachen von Gesundheit sollte dazu führen, besondere Gestaltungskriterien auch für die einzelnen Praxen aufzustellen, die das Wohlbefinden fördern und helfen, Stressfaktoren zu minimieren. Die Qualität der Umgebung und Räume sollte als wirkungsvoller Beitrag zum Genesungsprozess beachtet werden.

Neben den psychologischen Aspekten ist die Funktionalität der Praxis ein entscheidender Faktor des architektonischen Entwurfs. Das komplizierte Beziehungsgeflecht zwischen den einzelnen Bereichen innerhalb von Fachpraxen muss im Entwurf so umgesetzt werden, dass eine größtmögliche Effizienz in der Nutzung erzielt wird.

 

Städtebau und Gebäude:

Nach dem Abbruch der Punkthochhäuser ist das Projekt Saale-Klinik Halle mit der Errichtung des Neubaus am Steg 1 die Initialisierung zu einer neuen städtebaulichen Entwicklung für das gesamte Quartier, ja geradezu eine Reparatur der teilweise sehr schwierigen Situation mit den unzähligen Einflüssen der Jahrhunderte – in räumlicher wie auch funktionaler Hinsicht.

Ein markantes, viergeschossiges Solitärgebäude setzt ein Zeichen und bildet einerseits einen Kontrapunkt zur Hochstraße, andererseits stellt es städtebaulich – durch Aufwertung der Ost-West-Achse als Haupteingangsbereich in das Quartier – wieder den Zusammenhang zwischen Elisabethkirche und Georgiekirche her.

In diesem Zusammenhang werden Wegeführungen gerade von Süden nach Norden in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Halle aktiviert, um einen besseren, unter andern auch fußläufigen Zugang in die Innenstadt herzustellen.

Im Inneren der Saale-Klinik Halle werden zeitgemäße und zukunftsorientierte Behandlungskonzepte in Form eines komplexen medizinischen Angebotes mit effizienten Wegeführungen umgesetzt, was mehr Zeit für den einzelnen Patienten erlaubt.

Vernetzung ambulanter und stationärer Leistungsbereiche – ein System innerer Straßen wie in einer kleinen Stadt.

Titel: Saale-Klinik Halle

Art des Projektes: Architekturplanung für den Neubau einer Privatpraxisklinik

Nutzung: verschiedenste Praxen und OP-Einheiten

Nutzfläche: ca. 4.000 m²

Etagen: 5 Etagen zuzüglich Tiefgarage

Raumprogramm: Allgemeinchirurgie, Kinderchirurgie, Neurochirurgie, Urologe, Radiologie, HNO-Arzt, Orthopädie, Neurologie, Ophthalmologie inklusive OP-Bereich, Anästhesiologie, Physio-/Ergotherapie/Logopädie, Hörgeräteakustiker, Diagnoseklinik, Medical Hostel, Apotheke, Bettenstation, Bistro, Konferenz

Leistungen: Leistungsphasen 1-5 nach HOAI

Jahr: 2009

Projektbeteiligte: die kollegen (Architekt Mario Hein BDA), Hermann & Valentiny und Partner, Wien (Prof. Mag. arch. Hubert Hermann, Entwurf), e+m - erfurth+mathes - beratende ingenieure gmbh, Leipzig (Prof. Dr. sc. techn. Reinhard Erfurth, Matthias Stengler), pi – Passau Ingenieure GmbH, Dessau (Dipl.-Ing. Sven Stoye), Bauherrengemeinschaft Saale-Klinik Halle