chess city

entwurf der chesscity in dubai, foto der schachfiguren

Idee und Zuordnung:
In Dubai wird eine neue und moderne Stadt mit 32 Toren entstehen, die eine Hommage an die Schachwelt bedeutet. Alle Tower werden in ihrem Erscheinungsbild und ihrer Stellung im Baufeld eine Spielfigur symbolisieren. Dubai, die Stadt, die die spektatulärsten Bauvorhaben der Welt bewegt, wird eine weitere Berühmtheit als Vorzeigeobjet und Publikumsmagnet in der Welt erhalten. Die Einzigartigkeit und Größe des Projektes, verbunden mit der aufgezeigten architektonischen Lösung für die Tower und die Stadtplanung, wird eine Perle im Herzen Dubais sein und zugleich ein wirtschaftlich erfolgreiches Projekt werden.Die Idee Schach-City ist somit nirgendwo besser aufgehoben als in Dubai.

Bei der Bewältigung dieser Aufgabe stellte sich die Frage: Was ist Schach? Vielleicht ein Spiel, ein Kampf, Kunst oder Sport, Wissenschaft oder reiner Intellekt des menschlichen Geistes. Wenn man der Wahrheit nahe kommen möchte, muss man wie bei dem Fassettenreichtum des Lebens, die Gesamtheit der Dinge sehen. Denn wie im Leben, liegt die Faszination des Schachs in seiner Tiefe und Unendlichkeit. Das Schachspiel hat über die Jahrhunderte eine Metamorphose vom Taktikspiel eines Feldzuges zu einem moderne Sort getragen - von Humanität und Wissensdurst der Menschheit durchlebt. Dies ist auch die Botschaft, die Schach-City in die Welt hinaustragen wird.

Mit Schach-City wird Dubai nicht nur die Schach- und Sportbegeisterten aus aller Welt anziehen, sondern auch Tourismus und Wirtschaftsaktivität.

das Konzept:
Mit Schach-City entsteht die einmalige Chance einer universellen Aussage, durch den philosophischen Hintergrund der >Stellung der Figuren aus der Schachwelt und einem zukunftsorientierten Städtebau, der alle Belange einer moderne Gesellschaft optimal organisiert. Jeder Tower erhält ein individuelles Gesicht, jede Spielfigur hat neben ihrer städtebaulichen Bedeutung einen bestimmten Platz in einer Spielsituation. Das gesamte Baufeld ist klar gegliedert durch ein symmetrisches Straßennetz zwischen immer gleichordne quadratischen Baufeldern. Die Verdichtung des städtebaulichen Raumes, landschaftlich sowie auch baulich. löst sich im Umfeld des Areals in bewegte größere Formen auf. Hierdurch wird die exklusive Lage des Baufeldes Schach-City betont und eine Hinführen zur Stadt großzügiger. Schach-City wird alle Bereiche des öffentlichen Lebens abdecken können. Es gibt Tower für Wohnen, Hotel- oder Geschäftsnutzung mit umfangreichen Dienstleistungs- und Freizeitangeboten. Durch das Parksystem und das Einkaufen in Schach-City werden alle Tower miteinander vernetzt.

Oasen und Parks in Schach-City:
Eine große Bedeutung für Schach-City stellen die ausgeprägten Areale für Ruhe und Erholung dar. Dies wird aus dem Wechselspiel der Felder mit Ruhe und Aktivität erreicht. Die Feldbelegungen mit Wasser und Grün nehmen 43 von insgesamt 64 Feldern ein. Es werden somit über 67% aller Felder mit Park- oder Wasserflächen belegt, wodurch Schach-City selbst zur Oase wird.

Das Konzept, eine außergewöhnliche architektonische Attraktion mit dem Sort, dem Wohn- und Freizeiterlebnis und dem Geschäft zu verbinden, wird Schach-City ein solides wirtschaftliches Fundament geben.

die Spielsituation:
Die ausgewählte Spielsituation beschreibt eine Partie zwischen R. Ponomarjow und S. Movsejan aus einer U“=-Weltmeisterschaft im Jahr 1997. Gezeigt wird die Partie nach dem 16. Zug mit allen Figuren auf dem Spielfeld.

Die Spielsituation zeigt in dieser Phase keinen entscheidenden Vorteil für eine der beiden Parteien. Der Ausgang der Partie bleibt offen, so dass städtebaulich ein Gleichgewicht und eine Harmonie Zwischen „schwarzen“ und „weißen“ Figuren geschaffen wird. Die Türme in ihren Ausgangspositionen an den Eckpunkten bilden Landmarken und Orientierungspunkte für die Arealbegrenzung. Durch das richtige Verhältnis zwischen Verdichtung und Auflösung von Bebauung in der Spielsituation ergeben sich drei unterschiedliche Plätze.

Der Wasserplatz mit 5 zusammenhängenden wasserhelleren: die Oase als Zentrumsplatz auf der Wasserrechte der Damen mit einer atriumartigen Umbauung sowie der Schattenplatz mit seinen Segelfeldern als Platz der Begegnung. Weiterhin lässt die städtebauliche Situation interessante Blickbeziehungen von und zu den „hochrangigen“ Türmen wie Dame und König zu. Die Grünachse der Könige und die Wasserachse der Den bilden das Zentrum, wo Schach-City, wo Ruhe und Erholung neben Aktivität und Kommunikation liegen.

die Türme von Schach-City:
Der Bauer ist aus einem Quadratischen Grundriss heraus entwickelt worden, der an Geschossfläche nach oben zunimmt.
16 Exemplare auf dem Baufeld

Nutzung: Wohnen
Besonderheiten: 3 Penthouseebenen mit hochwertigen Wohnresidenzen in der Kappe des Bauern mit Gartenterrassen, die das gesamte Gebäude umschließen
„Solide und funktional, kräftig in der Menge“
Der Turm hat eine kompakte statische Grundstruktur, die durch senkrechte lineare Fassadenstrukturen klar gegliedert ist.
Nutzung: Wohnen
Besonderheit: 3 Penthouseebenen mit hochwertigen Wohnresidenzen, die gegenüber der Hauptfassade, zurückgesetzt sind.
„Der Fels in der Brandung“
Das Pferd hat eine extravagante Form mit hohem Wiedererkennungswort. Der Baukörper ist aus einem rechteckigen Grundriss entwickelt worden und verformt sich nach oben dynamisch zu einem Gebäudeüberhang, der den Kopf des Pferdes darstellt.

Nutzung: multifuktionale Nutzung für Freizeit, Erlebnis, Unterhaltung, Kultur und Hotel, sowie Wohnen im exklusiven Bereich.
Besonderheiten: die Penthozseebenen mit hochwertigen Wohnresidenzen in der Mähne des Pferdes
dynamischund energiegeladen“
Der zentrisch auf einer Mittelachse aufgebaute Baukörper des Läufers ist aus einer runden Grundfläche heraus entstanden. Die zylindrische Form verjüngt sich aufgehend zu einem Zapfen.

Nutzung: Businesstower
Besonderheiten: Der Läufer hat die horizontale Gliederung „Gürtel“ erhalten, die alle zwei Geschossebenen den Baukörper umschließen.
„Geradlinikkeit und Schnelligkeit“
Der lang gestreckten Körper der Dame besticht durch seine Höhe. Die dynamische Kurve der aufgehenden Fassade erhöht die Exklusivität des Towers und unterstreicht die Verbindung zum König.
Nutzung: primär Business-Bereiche, Schachetage in der Mitte des Turmes, Freizeit und Einkaufen inter Erdgeschosszone

Besonderheiten: die bestechende Gesamthöhe bei einer Schlankheit und Dynamik der Gesamtform, hohe Bogengänge als Eingangsportale in der Sockelzone
„die Schöne und Elegante“
Der König ist der höchste Tower im gesamten Spielfeld. Seine Grundfläche ist aus einem Quadrat heraus entwickelt. Die dynamische Kurve der aufgehenden Fassade unterstreicht die Verwandtschaft zur Dame, sowie die eigene Dominanz.

Nutzung: primär exklusive Wohnresidenzen, Hotelnutzung im oberen Teil des Gebäudes, Schachetage in der Mitte des Turmes, Freizeit und Einkaufen in der Erdgeschosszone
Besonderheiten: das höchste Gebäude im gesamten Areal, die extravagante Gesamtform mit der Luxusresidenzen in der Krone
„Zentrum der Macht, oberste Repräsentanz“

Was ist Schach? Vielleicht ein Spiel, ein Kampf, Kunst oder Sport? – Hier der Entwurf für den Neubau eines Hochhausstadtviertels in Dubai.

Jede Spielfigur hat neben ihrer städtebaulichen Bedeutung einen bestimmten Platz in einer Spielsituation.

titel: chess city

art des projektes: Architektur- und Stadtplanung für den Neubau eines Hochhausstadtviertels in Dubai, Freiflächenplanung

nutzung: städtebaulicher Entwurf aus Grün-, Wasser-, Sand- und bebauten Flächen; Hochhäuser mit verschiedensten Angeboten

nutzfläche: ca. 704.000 m²

etagen: 7 bis 55 etagen

raumprogramm: Wohnen, Freizeit, Erlebnis, Unterhaltung und Kultur, Hotels, Business

leistungen: lph 1-3 nach hoai

fotograf: peter eichler

Jahr: 2004

projektbeteiligte: die kollegen (Architekt Mario Hein BDA, Andreas Hemmerling, Dipl.-Ing. Architektur Katja Czogalla, Stephan Hoffmann, Klaus Kasper, Wasim Ali, Denise Hoffmann, Jens-Uwe Hülsenbeck, Alexandra Larisch, Boris Matussek, Steffen Reyer, Matthias Seifert, Steven Uhte)